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28.dez.07

liebe freunde, bekannte und verwandte,.....

ab heute koennt ihr meine infos in einem anderen blog weiterverfolgen. im neuen blog kann ich besser und vor allem mehr fotos einfuegen. deshalb habe ich entschieden , den  blog zu wechseln.

also NEU:

http://christineafrika.blogspot.com

bis bald auf der naechsten seite, liebe gruesse christine

28.12.07 17:16


24.dez 07

Hallo meine lieben Tatsächlich ist es lange her seit ich euch das letzte mal geschrieben habe. Es ist nicht viel und doch wieder einiges geschehen seither. leider hatte ich einige wichtige dinge per mail zu organisieren, so dass ihr leute euch gedulden via blog musstet. Die zeit am computer vergeht immer wie im fluge.

Das letzte mal bin ich von einem sehr schönen wochenende in fada nach gaanyela zurueckgekehrt. Nach jenem wo-ende hatte ich mich einwenig aufs weggehen von gaanyela eingestellt, als limaba auf mich zukommt mit der information, dass ein lehrer fristlos „gekündigt“habe. Da stand plötzlich eine konkrete aufgabe vor mir. Ich spürte in mir aber nicht erleichterung oder freude, sondern „oh jeh“. Ich fühlte mich zu dem zeitpunkt überfordert mit der vorstellung eine klasse voll zu übernehmen. Ein völlig anderes schulsystem, kinder die anders mit der materie umgehen und vor allem nur die hälfte zu verstehen scheinen von meinem französisch. Ich hatte ja inzwischen bereits ein paar mal unterrichtet. Bestimmt könnte ich dies mit einigem effort machen, aber ob dies nun sinnvoll war? Mein „bauch“ freute sich nicht über diesen vorschlag. So entschied ich mich nach reichlichem hin und her überlegen, gaanyela trotz des angebotes ende januar zu verlassen und hoffte auf ein gutes gespräch mit limaba. Das gespräch war vielseitig und angenehm und schien mir auch für ihn ok. Ich wusste aufgrund unseres letzten schwierigen gesprächs nicht, ob er es vorziehen wuerde, dass ich gleich verreise. Dies wollte er aber auf keinen fall, damit wir uns alle auf eine gute art verabschieden können.

 Anfang februar wird roland baumann (solarofen und artemisia spezialist) nach burkina kommen. Diesen möchte limaba gerne treffen und so könnte ich mich dann verabschieden, wenn ich mit roland b. nach benin weiterreisen werde. In benin möchte ich die arbeit von roland und einem bekannten von ihm kennenlernen und so einwenig von einem anderen land kennenlernen. Zur zeit hoffe ich noch, dass ich anschliessend für eine weile an die elfenbein küste gehen kann, wo ich eine einladung von zwei leuten habe, die regelmässig in die schweiz kommen, um u.a. in schulen das afrikanische weben vorzustellen. Anschliessend möchte ich nach senegal gehen in ein dorf, wo die familie von einem klassenkollegen von anina lebt. Die beiden letzteren wollte ich ohnehin besuchen. Ich werde dies nun einfach früher machen und mir dafür mehr zeit lassen.

Was ist noch so bewegendes geschehen: Am 18. dez. hat „madame kiosk“ aus gaanyela geheiratet. (madame kiosk hat einen kleinen mahlzeiten stand im zentrum, wo aussenstehende und auch ich , essen gehen können. Diesem „restaurant“sagen sie eben kiosk. Ich weiss erst seit ihrer hochzeit, dass sie esita heisst, die madame.) Leider konnte ich da nicht den ganzen tag teilnehmen, weil es einige unklarheiten gab. Zudem bin ich nicht diejenige die an einem mir fremden ort einfach die freiheit heraus nehme, auf eigene faus zu handeln. Somit habe ich den ganzen tag geduldig gewartet, bis die leute vom zentrum an die hochzeit gingen. Doch niemand schien da unterwegs zu sein. Einmal wurde ich gefragt, ob ich denn nicht gehen würde; ich erklärte, dass ich gerne gehen werde, aber noch auf die leute warte, da ich keine ahnung hatte wie wo was stattfand. Er meinte, ich könne dann mit seiner frau um 17.00 gehen. (die kirche war um 9 im nachbardorf, anschliessend das fest; habe seit dem morgen auf das mitgenommen werden gewartet. Man hat mir gesagt, dass man in afrika geduldig sein muss. Ich habe mir dann immer wieder zugeredet, wenn ich dachte, dass doch nun ein grosser teil d. festes bereits um wär. Als es dann halb sechs wurde, machte ich mich auf die socken diese jenige frau zu finden, um zu klären, ob sie nun bald käme oder nicht, da ich doch gerne vor eindunkeln ins dorf gehen möchte, wo ich doch das erste mal im dorf sein würde. So brachte mich dann ein kind hin.

Inzwischen war es fast dunkel, das fest um, das essen aufgegessen und von der kleiderpracht war nicht mehr viel zu erkennen. Denn einige (inkl. Braut/bräutigamm)gingen dann duschen und kamen mit ganz alltäglichen kleidern daher. Gerne hätte ich bereits am tag einige fotos gemacht, da doch bestimmt eine hochzeit ein besonderer anlass für schöne bilder gwesen wäre. Tja, musste wohl nicht so sein. Aber anschliessend habe ich dann doch gedacht, dass sich die geduld in diesem falle deutlich nicht bewährt hat. die braut war enttäuscht und hat sich auch entschuldigt, dass ich nicht früher kommen konnte. Obwohl der hauptteil der hochzeit offiziell beendet war bei meiner ankunft, wurde ich von der ganzen familie begrüsst, alle kinder waren plötzlich wieder bei dem hochzeitspaar unter dem vordach,...es wurde nochmals gekocht, ich habe einen grossen schönen kabis geschenkt bekommen, süssigkeiten (kaugummi, tääfi,..) und im dorf wurde noch tüchtig getanzt. Natürlich wollten unbedingt alle, dass ich als weisse mittanze. Dies hat aber selbstverständlich zu viel gelächter geführt. Viele dinge, die für sie selbstverständlich sind, bringen sie zum lachen, wenn sie ein weisser mensch macht. Wie zb. das singen, tanzen, wasser tragen,.......auch wenn kurz und nur ein bruchstück des ganzen festes, war es für mich ein sehr schönes erlebnis, hautnah beim volk, mitten im leben; so mag ich es gerne. Dies unter freiem sternenhimmel bei nahezu vollmond. Traumhaft.

Am fest gab es unter anderem ein für mich herrliches erlebnis. Es gibt schwarze kleine kinder, die regelmässig weinen, wenn sie mein „bleiches“ gesicht sehen. Aber es gibt auch andere.

An der hochzeit gab es ein süsses kleines mädchen, das sich zu mir gesellte, kein wort sprach und mich anschaute. Als sie nach einer langen weile immer noch da stand und ich versuchte mit ihr kontakt aufzunehmen, fragte sie meine nachbarin, was sie denn möchte. Sie erkärte dass sie zu mir auf den schoss wollte. Ja und da war sie dann. Irgendwann war ich dann mit paar leuten sonst unterwegs und da tauchte sie plötzlich wieder auf und war dann wieder auf meinem schoss. Ich ging mit ihr tanzen, was ihr aber zu wild war. Als ich dann zum essen geholt wurde, stand sie auch wieder da und landete auf meinem schoss. Als ich dann so den teller mit reis vor mir hatte, war sie herrlich. Sie hat ganz anständig den löffel genommen und wollte anfangen zu essen. Das fand dann die braut doch nicht so ganz richtig und erklärte dass der löffel für mich wäre. So ass sie mit ihren kleinen süssen händen von der einen seite des tellers und ich mit dem löffel von der anderen seite. Sie ass so richtig edel. Als mal ein klein wenig auf ihren rock fiel, hob sie es sorgsam auf und legte es zurück in den teller. Aber während der ganzen zeit hat sie nicht ein einziges mal gelächelt, sondern wie soll ich sagen, nur ein stilles staunen gezeigt. keine forderung, keine erwartung, kein bitten, keine neugierde... ein besonderes erlebnis.

Im januar werde ich im dorf vorbeigehen und schauen, ob ich das mädchen wieder finde und wie sie reagieren wird. Neulich, als ich in der stadt einkaufen war, hatte ich viel zu schleppen. Auch mein rücken machte mir nicht allzu viel freude, so dass ich mich entschied, mein gepäck auf den kopf zu nehmen. Aber dies scheint einen besonderen effekt zu haben; kinder wie männer haben sich erkundigt, ob sie mir helfen könnten, ob es denn ginge, ob es nicht zu schwer wäre,....eine schwarze frau würde bestimmt nicht danach gefragt.

Hat es nicht einige leute gegeben, die mir prophezeiten mit einem adoptivkind zurückzukommen? Na, und nahe dran war ich; die möglichkeit war sehr nahe. Am Samstag morgen dem 15. dez. ist ein kleines mädchen im zentrum geboren von einer jungen 17jährigen frau. Leider hatte die frau eine traurige familiengeschichte und keine unterstützung von niemandem erhalten, so dass sie das kind nicht akzeptieren konnte. Sie schien ihm keine aufmerksamkeit schenken zu wollen. Sie nahm es nach der geburt nicht zu sich und trotz aufmunterung wollte sie es nicht stillen. Zu allem hin war es unterkühlt auf 34°. Als das kind so kalt dalag und sich niemand um die temperatur zu kümmern schien, habe ich mich entschieden das kind zu mir auf den bauch zu nehmen und an der sonne zu wärmen. Ja und da stand ich nun mit dem kleinen süssen wesen auf mir, das nicht gewünscht ist? Was wird wohl aus dem kind? Bei der erst besten gelegenheit in die wildnis gelegt, es verhungert,..? der mutter wär zu diesem zeitpunkt am meisten gedient, wenn ich einfach sagen würde, ich würde es adoptieren. Sie hätte wieder ein leben und eine familie.

da stehe ich mit meinem grossen kinderwunsch vor einer adoptionschance, idealer könnte sie nicht sein: kenne die mutter, bin bei der geburt dabei und es wäre auf legalem wege. aber meine ganzen ideellen gedanken, die ich mir bereits z.hause immer wieder gemacht habe bezüglich kultur, familie,....hielten mich davon ab, der mutter ein voreiliges angebot zu machen. Ein kind gehört grundsätzlich nach möglichkeit zu seiner mutter. So bin ich nun immer wieder zur mutter elisabeth gegangen und habe ihr versucht zu zeigen, dass das kind auf sie angewiesen ist, sie die einzige ist, die das kind ernähren kann und dass ich sie gerne unterstützen möchte, da wo sie hilfe braucht. Ursprünglich hätte elisabeth die schule verlassen sollen. Dank intensiven gesprächen mit verschiedenen emotionen hat limaba gemerkt, dass das kind zum tode verurteilt wäre, wenn er elisabeth mit ihrer tochter zu ihrer familie schicken würde. Es entstand ein schöner prozess, der noch immer im gange ist, der eine reintegration von elisabeth mit kind in ihre familie, in die familie vom kindsvater und die schule bedeutet.

Ich hoffe fest für die beiden, dass es in diesem sinne weiter geht. Wie es aussieht werde ich in zukunft ein weiteres patenkind haben (ein wenig anderer art als bis jetzt) und die kleine kann bei ihrer mutter bleiben. Dies ist eine ganz gute lösung, die mehr in meinem sinne ist als eine adoption. Manchmal fragte ich mich in gaanyela, warum ich bei den vorbereitungen wohl so ein sicheres gefühl im bauch hatte, dass ich dorthin gehen musste und nicht an einen anderen ort. War es vielleicht um diese kurze aber intensive erfahrung zu machen?

Seit dem 21. dez. bin ich nun bei sabrina in ouaga. Ich bin sehr gespannt wie weihnachten hier sein wird. Auch sabrina weiss es noch nicht. Bestimmt wird es nicht eine klassische afrikanische weihnacht aber bestimmt auch afrikanisch geprägt, da ihr partner fabrice von hier ist. Die hühner im hof „warten“ darauf geschlachtet zu werden. Dies ist doch schon mal typisch fuer hier. Sonst gibt es noch nicht viel an weihnachtlichem im haus. Auf der strasse hat es aber etwas sehr schönes: die kinder haben wunderschöne „krippen“ ,lehmgebäude, gebaut auf der strasse, die liebevoll geschmückt und bemahlt werden. Gestern abend waren wir an einem tollen konzert mit bil aka kora. Tolle musik, für mich eine schöne erfahrung. Ein kleines rätsel: was ist ein „poulet televise“ Ein zweites: was könnte ich wohl zum geburtstag kriegen? etwas, was ich sehr gerne mag und fast unvorstellbar scheint. Richtige lösungen werden belohnt nach meiner rückkehr. Viel spass beim knobeln. Nun habe ich wieder viel geschrieben, wollte bestimmt noch das eine oder andere schreiben, was mir nicht eingefallen ist.

Nichts desto trotz: Allen von ganzem herzen ein frohe, feierliche, besinnliche und erholsame weihnachtszeit ohne besuchszwang. Hört auf euer gefühl und akzeptiert, wenn mal jemand nicht kommen oder gehen mag. Vielleicht wird es dann plötzlich noch mehr weihnachten. Und an alle die, die sich zu arg sorgen um mich machen, mir geht es wieder deutlich besser und ich bin gespannt, was im neuen jahr alles neue auf mich zukommen wird. Von herzen alles liebe christine

24.12.07 12:09


2.adventssonntag 9.dez

hallo,

was es sonst noch schoenes hat in fada ist ein staussee. es bluehen die seerosen und die kaimans schwimmen ungesehen drin. der wind blaest leicht ueber das awsser, die frauen waschen die waesche und die maenner die autos.mitten ueber den see fuehrt die strasse.an den seeufern wird gemuese oder reis gepflanzt. eine schoene ecke der stadt.

gestern war ich mit monica und 2leuten von hier in einem spektakel. sie haben eine familiensituation dargestellt als komodie, dazwischen gab es kleine intermezzos mit tanz und "gesang"playback.

ein gemuetliches und kulturreiches wochenende. heute fahr ich nun wieder ins zentrum zurueck.

allen eine gelassene adventszeit und ganz herzliche gruesse christine 

9.12.07 16:13


sa ,8 od.9. dezember 07

hallo ihr lieben leute im kalten norden

kann keine wirklich neuen temperaturen melden. neulich hatten wir so 2-3tage bewoelkt und eher viel wind, einmal hats nachts sogar 5 min leicht geregnet.

habe das erste mal guaven gegessen. schmecken fein.diese tage hab ich sogar mal yoghurt gegessen. fuer meinen geschmack etwas fest gesuesst aber trotzdem fein.

neulich habe ich auch wassermelone geschlemmt. wenn die aus einem kuehlschrank kommen so richtig fein.mmmmh... 

meine verdauung spielt ein wenig verrueckt, aber nicht arg, so dass ich dem noch nicht gross beachtung schenke. finde schon mal ganz gut, dass dies nun nach knappen 5 wochen das erste mal ist. 

ich bin seit donnerstag in fada um einerseits zu schreiben und 2 verschiedene leute zu treffen. die eine person habe ich noch immer nicht getroffen. jemand der in einer mission arbeitet. aber monica scherrer habe ich nun getroffen. so habe ich auch noch so ein paar sachen von zu hause erhalten, was ganz schoen war. monica hat vor ca 20 jahren hier in fada fuer ca 2 jahre gelebt (in einer zeit, wo es in der stadt noch keinen strom, wasser, gemuese,,,, gab) und kommt nun seit ca 6 jahren wieder regelmaessig 2-3x pro jahr hieher als besuch sowie projekt begleiterin. der austausch mit ihr ist sehr schoen fuer mich und auch hilfreich. ich versuche mehr klarheit in meinen aufenthalt zu kriegen. durch sie habe ich wieder einige leute kennengelernt, war an einem fest und habe fada noch anders kennengelernt. ich war zb. das erste mal  bei einer familie zu hause, eine mutter mit 3 kindern, die in einem ueblichen runden haus mit strohdach lebt, ohne fenster, ohne bett und mit wenig platz. es war eine sehr lebensnahe erfahrung. trotz oder grad wegen der einfachheit sehr schoen. und wie sie sich freute ueber die geschenke von monica. das gibt grad ein sonniges gefuehl. am fest gab es eine traditionelle tanzauffuehrung wo anschliessend gemeinsam getanzt wurde. eine taenzerin meinte sie wuerde mir ganz gerne ein paar dinge zeigen. mal sehen. es war ein wunderschoener abend. die letzten zwei tage liessen mein gemuet wieder froehlicher werden, ich geniesse das "gemischte" schwarze volk. gestern abend habe ich ploetzlich gemerkt, dass ein teil vom afrikan. alltag fehlt in meinen erlebnissen in gaanyela. die alltagliche gemeinschaft afrikas. das zentrum wo ich bin, ist auch eine alltaegliche gemeinschaft, aber auf eine ganz spezielle art, weil es ein ausbildungszentrum ist. platt ausgedrueckt ist es ein bisschen wie: wenn ich in der schweiz in einem internat eine arbeit habe, dh. ich erlebe ein schweizerinternat, aber nicht das familienleben schweiz. weil im zentrum ist das leben ausbildungsorientiert, natuerlich verbunden mit ganz viel alltaeglichen. aber ich erlebe nicht die grossmutter mit den kindern, den vater, die sorgen einer familie. eben nicht das "gemischte" volk. es gibt limaba mit seiner frau als "dorfaeltester" der das ganze leitet, z.zeit noch 3 single frauen die aufgaben im ausbildungsbereich haben, zwei lehrer, die etwas "ausserhalb" wohnen, den pfleger, der auch nicht im kern lebt, die jungen maedchen als eine gruppe und die kinder aus der primarschule. ein sohn mit frau und kind lebt da; sie unterrichtet die maedchen im handarbeitsunterricht.

mit monica habe ich nun auch den markt einwenig anders erlebt, da sie einige leute dort kennt. ich fuehle mich nicht mehr nur wie die fremde. das ist schoen fuer mich zu erleben. so kann ich anknuepfen an kontakte, die ich ohne sie nicht gefunden haette. wieder ein stueckchen naeher am leben. 

heute war lustig; ich war unterwegs um etwas kleines zu suchen, das ich monica fuer andreas und anina mitgeben haette koennen. da hat mich einer gefragt ob er mir denn helfen koenne, was ich suche. so erklaerte ich meine wuensche. seine antwort: ah gut du kannst mir sie grad zur Frau geben. ich sagte ich koennte doch keine kinder weggeben die wuerden zu den eltern gehoeren. er meinte, er haette geduld koennte auch noch 5 jahre warten, weil ich sagte sie waere erst 12. cest pas de problem. nur ein papier nehmen, signer und dann waere das gut. mit lachen bin ich dann weiter auf die suche gegangen. ein paar ecken weiter ruft mich jemand und eine frau sagt, dort moechte jemand etwas von mir. ein herr: ja nein, heiraten wuerde er mich wollen. sagte dass ich bereits verheiratet waer. fand er ausserst schade. ich antwortete dass ich eh viel zu alt waer. aber natuerlich ist ihnen dies nicht wichtig; wusste ich eigentlich, dass das alter nicht so wichtig ist. seine antwort lautete: frau ist frau! tja so einfach ist es, wir machen uns das leben auch gar zu schwer..schmunzeln.

so ihr lieben fuer heute schliesse ich wieder mal. da wartet naemlich noch jemand soeben darauf mit mir telefonieren zu koennen. euch eine gute zeit. und liebe gruesse  

8.12.07 17:00


sonntag,2.dez

habe noch paar minuten auf meinem konto, das reicht grad um zuschrieben, dass ich hier die papayas sehr gern mag. die in der schweiz mochte ich  nicht so. die bananen reifen hier auch nicht an den baumen (wuerden angeblich geklaut) sondern werden chemisch behandelt dass sie nach paar tagen weich grun verkaufsbereit sind.ich bin etwas enttauscht von den bananen. fand sie in kenja deutlich besser. erdnuesse habe ich mal ab und zu welche gehabt.die schmecken leckerer als bei uns; sind klein aber fein. 

aber fruechte sind raritaet, ich als die schweizerin krieg mal eine geschenkt, wenn sie im garten gewesen sind; aber von den anderen kriegt keiner etwas. die werden lieber mit tabletten abgespeist, wenn sie krank sind. 

allen liebe gruesse christine 

2.12.07 15:00


sa 1.dez. erstes fenster oeffnen

hallo , jetzt war ich eben bei ezekiel zu hause abklaeren, ob ich noch eine nacht bleiben kann. obwohl sie sagen ich koenne jederzeit kommen, wollte ich mich anmelden. so goenn ich mir noch einen tag und erledige nochmals einige dinge hier in meiner alten mailkiste.

inzwischen ist mir auch wieder eingefallen, was ich noch erzaehlen wollte.

das mit den taxi brousse ist also kein schauermaerchen, sondern wahr. in einem kleinen busli fuer 11plaetze und 3 notsitzen gibt es bei ihnen locker platz fuer das doppelte, naemlich auf einer notbank, und hinten drin, hinten drauf, zur not oben drauf. oben war so schon dicht voll, da kam noch ein mofa drauf und unterwegs hievten sie noch 3 100kilo saecke getreide dazu. aber wie gesagt, fand ich das noch ganz gemuetlich. es waren aber auch zum groessten teil ausgesprochen gepflegte leute drin, dh. dass sie saubere kleider hatten oder so, und der oft beschriebene oder befuerchtete koerpergeruch war nicht da, was natuerlich die sache angenehm machte.und die musik auf der fahrt machte das ganze noch etwas bunter.

da faellt mir grad was ein, bezueglich musik. ich habe ja von meiner mitbewohnerin gesprochen. als stadt mensch hat sie dinge, die andere nicht haben. so eben einen radio. tja ich, die ja ohnenhin kaum radio hoert, habe nun die ehre dauernd radio zu hoeren oder ihr baendchen. eine kassette die leiert, dass man meinen koennte, es wuerde gleich das band reinziehen. hui, das ist ein nerventest. auch läuft sie oft weg und laesst das radio laufen, der sender ist oft so schlecht, dass es tatsaechlich nur rauscht; aber es scheint keinen ausser mich zu stoeren. 2x hab ich mir erlaubt auszuschalten, als sie dann nicht da war. das verrueckte finde ich dass die leute kein geld haben und somit ihr geld verschwenden. tja, cest comme lafrique!!

in meinem "haushalt" gehoert inzwischen unbedingt in den vorrat: wer kann es raten? haett ich nie gedacht: kondensmilch. am morgen in so einer getreidegruetze oder mal ein milchreis, das ist schon toll. das einzig suesse nebst ab und zu mal einer frucht. fruechte sind natuerlich immer noch besser wenn es sie gibt.

so nun ist aber ausgedient mit geschichten _ bis irgendwann wieder 

1.12.07 16:32


sa 1.dez

hallo hier bin ich schon wieder,

hatte einen schoenen abend gestern bei ezekiel und seiner familie, nachdem ich endlos am computer war. das essen wieder sehr fein, junge frische leute mit gutem wind und mehr offenheit als in gaanyela. die nacht war dies mal richtig erholsam. fuehlte mich nicht geplagt von ungeziefer auf dem boden. mitten in der nacht wurde ich aber geweckt , weil jemand an meinem zeh rumgepickt hat. ein huhn glaubte wohl da was zu essen gefunden zu haben. heute bin ich mal auf eigene faust in die stadt gekommen, da ezekiel bereits um 6 weggefahren war. das war mal ganz schoen und gab ein gutes gefuehl so mit dem velo in die stadt zu fahren.

die geier, wie man sie in etwa aus dem dschungelbuch kennt, finde ich schon immer wieder einen eigenartigen anblick. bleibe vielleicht noch einen tag hier. mal sehen. ich glaube ich muss was essen gehen, denn ich weiss grad nicht mehr, was ich noch erzahlen wollte. na dann also bis zum naechsten mal. ganz liebe gruesse und

bon arrivee, ca va la sante,  la famille, la journee et le travail ca va; cest bon!

1.12.07 13:07


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